Der Borussen-Kodex

Was soll das?

Um den Jahreswechsel 2006/07 fand im FanHaus eine offene Zukunftswerkstatt zum Thema “Fankultur und Zukunft der Fan-Szene in MG” statt.

Im Rahmen dieser Veranstaltungen (insgesamt 3 Workshops) wurde unter engagierten, interessierten und aktiven Fans auch darüber gesprochen, einen sog. Kodex oder eine Art Etikette zu entwickeln, die in Anlehnung an die Verhaltensweisen im Internet, also eine sog. “Kurvikette” darstellt. Da der Name weder schön noch brauchbar ist, verständigte man sich später auf den sog. “Borussen-Kodex”, da er schließlich nicht nur die Kurve als solches, sondern vor allem die Menschen, die Fans betrifft, die in dieser Kurve stehen oder sitzen. DAS dürften dann ja wohl nur Borussen sein!

Absolut wichtig ist dabei, dass hier weder das Fanprojekt (FPMG), oder die Fanbeauftragten Borussias, bzw. gar Borussia selbst, dazu aufgerufen haben.

Ganz im Gegenteil wurde Borussia erst nach Fertigstellung davon in Kenntnis gesetzt und dann davon überzeugt, dass es sinnvoll ist, diesen Kodex als ein weiteres Zeichen der unverwechselbaren Selbstregulierungsmechanismen in MG, öffentlich an den Eingänge zu den Blöcken auch zu demonstrieren.

Teile des Vorstands und Beirats des FPMG waren natürlich später an der Findung der richtigen Worte beteiligt. Dennoch legen alle Beteiligten Wert darauf, dass es sich hier um ein unabhängiges, von vielen unterschiedlichen Fans gestütztes Projekt handelt, an denen viele teilgenommen haben, die maßgeblich aus der aktiven Fanszene kommen.

Man will mit dem Borussen-Kodex kein Verhalten vorgeben, nichts aufsetzen, sondern nur beschreiben, was in unserer Kurve gesunder Menschenverstand sein sollte! Dinge über die man nicht mehr zu diskutieren braucht, eigentlich! Denn häufig kommen tatsächlich immer noch unfassbare chauvinistische und extremistische Sprüche, zu radikale Ansichten und schlicht einzelne Fehlverhalten vor! Die haben in der Kurve nichts verloren, auch wenn man sich früher anders artikulierte. Schon gar nicht hat Gewalt was in der “gemeinsamen Kurve” zu suchen. Aber auch unsinnige Beschwerden a la; “Mir wurde im Stehplatz ein Bier übergekippt, wer zahlt mir die Reinigung der Jacke?“ (Hallo? Geht’s noch? Hier ist der ultimative “Actionbereich”! HIER ist die Kurve. Geh auf die Tribüne!) und unglaubliche Nachfragen wie “Kann ich meine 10-jährige Tochter mit in Block 16 nehmen?“, zeigen, dass sich was verändert hat.

Verhaltensweisen die schlichtweg an eine Schlaftablette erinnern, haben ebenfalls nichts in der Kurve verloren. Das muss jedem klar sein, der diese betritt. Viele sind aber leider kein Akteur, sondern reagieren bestenfalls dann, wenn ein Tor fällt. DAS muss sich ändern! Auch um generell den Tendenzen des Verfalls der Stimmung entgegen zu treten, müssen sich alle darüber im Klaren sein, WO sie gerade stehen, bzw. im Oberrang sitzen. Hier ist kein Theater, sondern hier ist der “12. Mann. ” Der muss aber auch mitspielen, sonst bringt er nix! Ansonsten kann er sich besser selbst auswechseln.

Wenn alle Fans daneben noch die bekannten und allseits akzeptierten Spielregeln der Kurve einhalten, sollte sich über kurz oder lang das Verhalten und auch der Auftritt der gesamten Kurve deutlich verbessern. Sicher ist die Kurve heute schon nicht so schlecht wie manche Nörgler permanent behaupten. Dennoch ist da 3 Jahre nach dem Umzug noch ein enormes Steigerungspotential vorhanden!

Macht alle mit die Nordkurve wieder zu dem zu machen, was sie am Bökelberg mal war!

-Die Initiatoren-

Von Fans für Fans!

ZUM BORUSSEN-KODEX